Beste Reisezeit für USA Motorradreisen: Rocky Mountains & mehr

Schnee, Hitze, gesperrte Strassen: Wichtige Tips für deine Traumreise

Ein passionierter Alpenbiker beabsichtigt, im nächsten April/Mai möglichst mit einer BMW GS von Denver aus nach San Francisco zu fahren. Während dieser Reise möchte er den Rocky Mountains Nationalpark sowie weitere Nationalparks wie Grand Canyon-, Zion-, Bryce Canyon und Yosemite besuchen.

Zum Glück hatte mich der Bikerkollege per Email gefragt, ob die Tour wie von ihm geplant „farhbar“ ist – mit folgendem Urteil: Die Tour ist zu dem gewünschten Zeitpunkt nicht realisierbar und dieses Vorhaben ist vor Mitte Juni nicht zu fahren!

Aus diesem Anlass möchte ich euch, liebe Leser, zur besten Reisezeit im Raum der Rocky Mountains, Yellowstone und weiterer Nationalparks ein paar hilfreiche Hinweise geben.

Zum einen besteht das Gebiet der amerikanischen Rocky Mountains aus zahlreichen Bergen – zwischen 3000 und 4400 (!) Meter.
Demnach sind auch die Passstraßen bis zu 4000 Meter hoch, und hier liegt – bis Anfang Juni – Schnee.

Aber auch der Osteingang zum Yosemite Nationalpark in Kalifornien war 2017 erst ab Ende Juni geöffnet – wetterbedingte Strassensperren sind hier ind en USA an der Tagesordnung.

Ich würde auch gerne schon im Mai unsere Big Adventure Tour fahren – eine meiner absoluten Lieblingstouren!
Diese Biker-Reise ist so abwechslungs- und kurvenreich, dass ich diese Tour gerne mehrmals pro Jahr tuckern würde, aber ich muss hier bei der Terminplanung genau auf die Wetterbedingungen in der Region achten — und diese lassen einenn früheren Tourstart einfach nicht zu.

Grand Canyon Schnee

Auch im Grand Canyon Nationalpark (kein Freizeitpark, sondern ein Naturpark!) liegt bis mindestens Ende April Schnee und Kenner wissen, dass ab 10.10. spätestens schon wieder mit erneutem Schneefall zu rechnen ist.

Wer dann vielleicht im Juni oder Juli – bei „idealem“ Wetter – von den Rockies aus bis nach Los Angeles fahren will, dem sage ich – viel Spass!
Denn sobald du im Gebiet ab Kingman (Historic Route 66) oder Las Vegas in Richtung Westen fährst, wird es dir so richtig heiß an den Beinen! Hier muss mit „angenehmen“ 45 Grad Celsius gerechnet werden, die dir entgegen bröseln – überwiegend vom heißen Teer der Straße und von der Motorhitze, Umstände, die dir das Motorradfahren sehr erschweren werden. 1 bis 2 Tage bei solch einer Hitze muss man erst mal verkraften!

Und hier noch ein Hinweis zum Death Valley: Wer trotz Durchfahrtsverbot (vom 15. Mai bis 15. September) in dieses Tote Tal fährt, ist selbst Schuld! In dieser Zeit sind im Death Valley mehr Rettungswägen im Einsatz als jetzt gerade zum Oktoberfest. Solch ein Unterfangen ist lebensgefährlich.

Death Valley

Ihr könnt mir glauben, ich habe bei unseren Motorradtouren schon Vieles erlebt und so einige Wetterkapriolen wegstecken müssen.
Auch wenn es einige gibt, die es anders erlebt haben – ich weiß aber auch, wie es dem geht, der viel Geld in seine Traumreise investiert hat und dann durch leichtsinnige Planung sein Vorhaben abbrechen oder während der Tour stark einschränken muss.

In diesem Sinne wünsche euch eine gute Planung für eure Tour — und ach ja: bei jeder Selbstfahrer-Motorradtour von Amerika-Heller gehört ein persönlich sinnvoller Tourencheck dazu: damit deine Motorradreise ein unvergessliches Erlebnis wird.

AUTHOR: Reiner Heller

Genuss-Biker und USA-Reiseveranstalter seit 1995. Seit 10 Jahren beschäftige ich mich überwiegend mit begleiteten Motorradreisen in den USA und konnte über 2000 Biker von diesem eindrucksvollen Land der unbegrenzten Möglichkeiten begeistern. Ich lebe in Las Vegas und fahre eine Harley Davidson Electra Glide. Ich liebe die USA und bin viel unterwegs, 2016 hatte ich 51.000 Kilometer auf der Uhr....

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